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Brief eines Liebenden


Einst hatte ich einen Traum, den Traum eines schönen Lebens, eines freien Lebens, ein Leben zu zweit. Der Traum begann das erste Mal so richtig zu blühen, als ich „sie“ traf, wunderschön in meinen Augen und stark in ihrem Willen war sie. Einfach ein Bild von einer schönen reifen Frau deren Wille alles brechen konnte, sie war beinahe perfekt. Doch mit der Zeit vergeht einiges, so auch die süße Frucht, welche ich kurze Zeit lang an dieser weiblichen Pracht schmecken durfte.

Ja, sie verging, doch meine Gedanken an sie nicht, brauchte doch noch einige Zeit um sie aus diesem Traum zu löschen, doch war sie da, als würde sie nicht wollen, dass etwas dergleichen geschieht. So lebte ich fortan mit demselben Traum mit jener Person… bis der Traum von jemandem neu geschrieben wurde, von dir…

Du hast mich verändert, du hast meinen Traum verändert, wurde immer als schon reif und intelligent für mein Alter bezeichnet, doch in deiner Umgebung fühle ich mich anders, fühl mich schwach, tue Dinge die ich nicht tun will, mitunter Dinge welche dich verletzen. Dieses starke Gefühl macht mir angst, man könnte meinen ich handle aus angst doch warum wenn es doch so schön wäre auch von deiner Frucht zu kosten, bis sie eines Tages vergeht…

Ich bin einfach nicht ich in deiner Nähe. So verzweifle ich an dir, denn willst du mir wegen meines merkwürdigen Verhaltens, nicht mal einen Gedanken schenken. Doch ich denke täglich, stündlich, jede Minute an dich. Wie du vor mir stehst, dein unvergleichliches Gesicht mit einem verführerischen Lächeln geschmückt. Werde ich dies je wieder sehen? Du sagst nein, doch ich hoffe… ich hoffe auf ein schönes, ein freies Leben, ein Leben zu zweit, mit dir…

in (ewiger) Liebe…

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Der Fluss des Lebens

… ein neuer Tag bricht an, ich lieg im Bett, gedankenüberströmt, ein Gefühl überkommt mich, ein Gefühl der Trägheit. Es geht nichts weiter, ich komm nicht voran, es ist als würde ich Schritt vor Schritt setzen aber sollte ich mich dabei bewegen, dann höchstens rückwärts. Bleibe ich stehen weil ein Hindernis wartet? Gehe ich rückwärts um ihn auszuweichen? Wie gern wäre ich doch ein Fluss. Ein Fluss hat dasselbe Schicksal wie alles Leben, mehr noch, er bestimmt sogar unser Leben obwohl auch seine Funktion, bei seiner Entstehung noch unbekannt ist, genau wie bei uns Menschen. Regenwolken bilden sich, es regnet. Die einzelnen Wassertropfen kämpfen sich durch meterdickes Kalkgestein bis zu einer Quelle an der sie gesammelt und gemeinsam austreten.

Langsam aber stetig werden die Wassermengen größer, ein Bach bildet sich. Später auch noch ein Fluss. Der Fluss, einzig mit dem Ziel vor Augen zu seiner Vollendung zu gelangen, fließt kilometerweit um sie schlussendlich auch zu erreichen. Die Mündung ins Meer, die Komplettierung des Lebens von einem Fluss. Wieso ist es für den Fluss so einfach? Warum haben wir es so schwer?

Der einzige Grund dafür ist das der Fluss in seinem Willen stärker ist, mit scheinbar unendlicher Willenskraft fließt er auch gegen jedes Hindernis, bis er sich einen weg durchgeebnet hat, siehe doch z.B. die Mäanderbildung. Und auch der Fluss hat oft Überlebensschwierigkeiten, oft läuft er an ein Ufer und die einzelnen Tropfen drohen zu trocknen. De vielen willensstarken Tropfen, welche einen Fluss

Ja wie ein Fluss möchte ich leben, wie ein Fluss möchte ich sein, stark im Willen und trotz des einen klaren Ziels, die Vollendung zu erreichen, hilft er noch so vielen anderen Lebewesen. Er ernährt sie, bietet ihnen Schutz, er hält sie am Leben…

… Ja, gedankenüberströmt lieg ich hier, du träume davon einen Lebensfluss zu begehen, zu erreichen, zu haben, wie es die Regentropfen tun…

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Die Qual der Wahl

Vor langer Zeit ich ihr meine Gefühle offenbart,

doch sie lies mich sitzen, so hab ich sie tief im Inneren verscharrt.

Jetzt, ein Jahr danach, kommt sie wieder

Lässt sich nochmals in meinem Herzen nieder.

Sie sucht die Gefühle, ich hab sie gut versteckt,

sie sucht die Gefühle, auf dass sie sie wieder weckt.

 

Doch sie ist nicht die Einzige, die in mir wühlt,

ist nicht die Einzige, für die mein Herz was fühlt.

Da ist noch jemand, ich hab sie furchtbar gern,

und auch sie würde ich gerne mit Gefühlen beehren.

 

Doch man kann immer nur Eine haben,

und so muss ich mein Inneres fragen,

auf wen fällt die Wahl,

oh Gott, ich hasse diese Qual.

 

Während die Eine immerzu an mich denkt,

mir die Andere scheinbar kaum Beachtung schenkt.

Während die eine, sich sehr um mich bemüht,

muss ich ganz allein erheitern, der anderen Gemüt.

Von außen her scheint es klar,

mit der einen wäre es wunderbar.


Doch mein Inneres sehnt sich so sehr,

nach der anderen, die Wahl fällt mir schwer.

Ich werde in Kürze beide mal sehn,

dann wird die Entscheidung in die letzte Runde gehen.

Werde mehr wissen, von wem ich was will,

werde wissen, wer mich will.

 

Doch bis dahin muss ich erdulden Schmerz um Schmerz,

es spaltet sich entzwei mein kleines Herz,

Aber ich muss damit leben, so ist es nun mal,

Ich habe jetzt, die Qual der Wahl.

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